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Der Spielespiegel – Brettspiele und Kartenspiele –
Ornament

Railroad Tycoon

Rezension von Tommy

Ornament
Verlag:  Eagle Games   •   Art:  Brettspiel   •   Spieldauer:  120-240 Minuten
Alter:  ab 12 Jahren   •   Jahrgang:  2003   •   Sprache:  Englisch
Rezension © Der Spielespiegel

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Vorstellung

Die USA sind ein großes Land, das wusste wohl auch der Designer des Spielplans dieses Eisenbahnspiels. Immer misst dieser ca. 100 x 150 cm und bietet damit den Spielern ausreichend Platz um ein Schienennetz im Osten der USA im Jahr 1830 zu erbauen. Auch die restliche Ausstattung kann sich mit 150 Lokomotiven, etlichen Geldscheinen und Aktien, haufenweise Lokomotivkarten, 125 Holzwürfelchen, einem Stoffbeutel, bergeweise Markern und Karten und (häßlichen) Plastikteilen sehen lassen. Die grafische Gestaltung der Komponenten ist Geschmackssache, der gewollte altertümliche Look kam mal mehr und mal weniger gut bei unseren Testspielern an. "Railroad Tycoon" basiert auf der gleichnamigen Computerspielserie, die auf dem PC zu den bekanntesten Eisenbahnsimulationen gehört. Doch um es gleich vorweg zu nehmen: das Brettspiel hat außer dem Thema und dem Namen nicht viel mit dem Computerspiel zu tun. Bei beiden geht es aber darum, als mächtigster Eisenbahnbaron siegreich aus dem Wettstreit hervorzugehen. Als Skala für den Erfolg dient die aus etlichen Brettspielen bekannte Punkteleiste, die hier aber noch eine zweite Funktion hat. Auf jedem Feld der Leiste ist ein Einkommen abgebildet, das dem Spieler ausgezahlt wird, wenn er auf diesem Feld steht. Interessanterweise nimmt das Einkommen zunächst kontinuierlich zu, doch im hinteren Teil der Leiste fallen die Beträge wieder. Spieler, die den anderen beim Punktestand enteilen werden also sanft gebremst, so dass die anderen Spieler zumindest die Chance auf eine Aufholjagd erhalten. Diese Geldverteilung hat uns sehr gut gefallen und wurde nicht aus ungerechet empfunden, sondern wußte die Spielspannung zu erhöhen. Nachdem der Spielplan vorbereitet wurde (man also nach der erfolglosen Suche nach einem ausreichend großen Tisch auf dem Boden Platz genommen hat...) liegen auf jeder Stadt so viele Güterwürfel (aus den sechs verschiedenen Farben zufällig gezogen) wie auf dem Spielplan angegeben. Diese Würfel gilt es in eine Stadt der gleichen Farbe zu bringen, um Siegpunkte zu erhalten. Zudem hat jeder Spieler eine Eisenbahnbaronkarte, die eine besondere Aufgabe für diesen Spieler nennt, und eine Lokomotivkarte der Stufe 1 erhalten. Die Stufe der Karte gibt an, über wie viele Stadtverbindungen man Güterwürfel bewegen darf. Geld bekommt man nicht, obwohl man es sofort benötigt. Dafür sind die Aktien gedacht, die jeder Spieler wenn er am Zug ist ausgeben darf, um dafür 5000 Dollar von der Bank zu erhalten. Allerdings bekommt er auch einen Aktienschein, der ihm bis zum Ende des Spiels bleibt und dann als Minuspunkt angerechnet wird. Die Spieler müssen also ständig zwischen Geldknappheit und Minuspunkten abwägen, oder positiver formuliert überlegen, ob sich die Investition bis zum Ende des Spiels rechnet. Das Spiel läuft in Runden mit je drei Phasen ab, wobei die erste und die dritte Phase gleichzeitig ablaufen und in der zweiten Phase jeder Spieler in Spielreihenfolge handeln darf. Startspielerauktion: Der bisherige Startspieler bietet mindestens 1000 Dollar oder passt. Reihum müssen die anderen Spieler entweder erhöhen oder passen. Der letzte nicht passende Spieler ist der neue Startspieler und muss den gesetzten Betrag an die Bank zahlen. Spieleraktionen: In drei Durchgängen darf jeder Spieler je eine der folgenden Aktionen durchführen. Gleise bauen: Beim ersten Legen eines Gleises darf der Spieler an einer beliebigen Stadt anfangen, anschließend müssen alle weiteren Gleise an seiner bestehenden Strecke anliegen. Pro Aktion darf ein Spieler vier Gleise legen, allerdings endet seine Aktion sobald er eine neue Stadt an seine Strecke anschließt. Pro Gleis ist ein Preis von 2000 Dollar zu zahlen, Fluss- oder Gebirgsüberquerungen kosten extra. Man darf auch Strecken anderer Spieler kreuzen, dabei wird die gegnerische Strecke nicht verändert. Kann man aber selbst mit allen drei Aktionen keine Strecke abschließen, d.h. eine neue Stadt erreichen, dann war alles umsonst und die gelegten Gleise werden entfernt. Urbanisierung: Der Spieler zahlt 10000 Dollar an die Bank und legt einen "New City" Marker auf eine beliebige graue Stadt auf dem Spielplan. Dadurch werden zwei zufällig gezogene Güterwürfel auf diese Stadt gelegt. Lokomotive verbessern: Je nach Stufe hat eine solche Verbesserung unterschiedliche Kosten und bringt den Vorteil Güterwürfel über mehrere Stadtverbindungen transportieren zu dürfen. Güterwürfel transportieren: Mit dieser Aktion wird ein Güterwürfel über Stadtverbindungen zu einer Stadt der entsprechenden Farbe transportiert. Dabei dürfen auch Strecken von Mitspielern verwendet werden, aber die erste Strecke muss immer eine eigene sein. Für jede befahrene Verbindung erhält der Besitzer der Verbindung einen Siegpunkt. Wurden aus einer Stadt alle Güterwürfel entfernt, so kommt eine "Leere Stadt"-Markierung (eines der (häßlichen) Plastikteile) ins Spiel. Eine Karte nehmen: Der Spieler nimmt sich eine der offen neben dem Plan ausliegenden Karten. Einige der Karten bringen einen einmaligen Vorteil, andere einen dauerhaften und wieder andere geben eine kleine Aufgabe an, deren Erfüllung extra Siegpunkte bringt. Eine Westverbindung bauen: An zwei Städten ganz im Westen des Plans kann eine Westverbindung gebaut werden, was 30000 Dollar kostet. Es wird eine entsprechende Markierung gelegt und anschließend kommt in dieser Stadt ein beständiger Strom an neuen Güterwürfeln ins Spiel. Einkommen und Dividenden: Je nach dem Punktestand erhält nun jeder Spieler sein Einkommen, abzüglich 1000 Dollar für jeder eigene Aktie. Außerdem wird eine neue Karte offen neben das Spielbrett gelegt. Das Spiel endet, wenn eine von der Zahl der Spieler abhängige Anzahl an "Leere Stadt"-Markierungen im Spiel ist. Dann wird geprüft ob die Aufgaben der Eisenbahnbarone erfüllt wurden und die Anzahl der Aktien aller Spieler von ihrer Punktezahl abgezogen. Wer nun am meisten Siegpunkte hat ist der Gewinner des Spiels.

Wertung

Bewertung:  4 von 6 Punkten

Eine etwas zwiespältige Ausstattung, die durch Masse aber nicht immer durch Qualität überzeugt, kann keinen wirklichen Schatten auf dieses stimmige und nicht durch komplizierte Regeln verunstaltete Eisenbahnspiel werfen. Alle Spielelemente funktionieren gut und sind auch von Gelegenheitsspielern schnell zu beherrschen. Nur die Spieldauer könnte etwas abschreckend wirken, denn drei Stunden muss man für eine Partie auf jeden Fall rechnen. Begeisterte Spieler haben eventuell starke Ähnlichkeiten von "Railroad Tycoon" zu "Age of Steam" erkannt und tatsächlich ist das eine eine abgespeckte Variante des anderen. Profis sollten daher zu "Age of Steam" greifen, während alle anderen auch am einfacheren "Railroad Tycoon" ihren Spaß haben dürften.


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