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Der Spielespiegel – Brettspiele und Kartenspiele –
Ornament

Prince of the City

Rezension von Tommy

Ornament
Verlag:  White Wolf   •   Art:  Brettspiel   •   Spieldauer:  120-240 Minuten
Alter:  ab 12 Jahren   •   Jahrgang:  2006   •   Sprache:  Englisch
Rezension © Der Spielespiegel

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Vorstellung

Unter mysteriösen Umstände ist der alte Prinz der Vampirgemeinde ums Unleben gekommen. Aus den fünf Clans der Stadt bilden sich schnell Anwärter auf den Thron heraus, welche gegeneinander antreten, um der neue Prinz der Stadt zu werden. "Prince of the City" basiert auf der Welt der Dunkelheit, gleichzeitig Hintergrund und Regelwerks diverser Rollenspiele. In einer fiktiven Gegenwart wimmelt es von übernatürlichen Kreaturen wie Werwölfen, Magiern, Geistern und besagten Vampiren. Die Kenntnis dieser Welt erleichtert das Brettspiel ungemein, ist aber nicht wirklich notwendig um mit ihm seinen Spaß zu haben. Voraussetzung dafür ist aber, dass man sich durch die Anleitung des Spiels quält. Diese dürfte mit Abstand eine der schlechtesten sein, die mir in den letzten Jahren unter gekommen ist. Der didaktische Aufbau ist fürchterlich und auch zum Nachschlagen ist sie kaum zu gebrauchen. Dabei ist das Spiel an sich gar nicht so kompliziert. Auf einem relativ schmucklosen Spielplan ist die Stadt schematisch abgebildet - Sechsecke stellen Stadtgebiete dar, aus denen sich Stadtteile bzw. Einflussbereiche bilden. Beispielweise ergeben die Gebiete Kirche, Moschee, Friedhof und Leichenschauhaus den Bereich der Religion. Die Gebiete verfügen jeweils über einen Prestigewert von 1 bis maximal 4. Um die Stadt herum verläuft eine Punkteskala, zudem findet sich auf dem Plan noch Platz für den Kartenstapel. Jeder der drei bis fünf Spieler übernimmt einen mächtigen Vampir eines der fünf Clans: Nosferatu, Daeva, Ventrue, Mekhet und Gangrel. Jeder Vampir besitzt Werte in den drei Attributen Körper, Geist und Soziales. Außerdem verfügt jeder über drei Disziplinen, die ihm bestimmte Vorteile im Spiel verschaffen. Zuletzt erhält jeder Vampir noch sechs Vita, welche den Blutvorrat widerspiegelt und mit der man den Einsatz seiner Disziplinen bezahlen muss. Ziel des Spieles ist es möglichst viel Prestige in der Stadt zu gewinnen - dies geht zum einen indem man Gebiete der Stadt unter seine Kontrolle bringt und zum anderen über so genannte Herausforderungen. Wer am Ende einer vorher festgelegten Anzahl an Spielrunden (6 für ein "kurzes" Spiel über etwa 2 Stunden bis hin zu 12 für ein langes Spiel mit über vier Stunden Spielzeit) am meisten Prestige gewinnen konnte hat gewonnen. Jede Runde beginnt mit der Ressourcenphase, in der jeder Spieler zwei Aktionen verwenden kann um neue Karten nachzuziehen, auf die Jagd zu gehen um Vita zu regenerieren oder sich aus der Starre zu erheben (dazu später mehr - jetzt nur so viel: Starre ist doof). Im Kartenstapel finden sich zum einen nützliche Karten wie Verbündete, Ausrüstung, Strategiekarten und mehr, die sich alle zum eigenen Vorteil verwenden lassen, und zum anderen Ereigniskarten. Liegt eine Ereigniskarte auf dem Zugstapel (man erkennt sie deutlich am anderen Kartenrücken), so wird diese sofort aufgedeckt und zu den eventuell bereits offen liegenden Ereigniskarten gelegt. Auf diesen Karten ist eine Bedrohung zu finden, welche meist Nachteile für alle Vampire bringt. Aber jeder Bedrohung besitzt auch einen Typ und einen Wert - beides zusammen sagt, wie man die Bedrohung überwinden kann. Ein Ereignis "Geistig - 18" zum Beispiel kann man beseitigen, wenn man einen zehnseitigen Würfel würfelt und dem Ergebnis seinen Wert in Geistig hinzuaddiert. Kommt man über den Wert des Ereignisses, so gilt es als gemeistert und man bekommt eine auf der Karte abgedruckte Belohung in Form von Prestige-Markern. Scheitert man aber, so muss man entsprechend viele Prestige-Marker abgeben. Glücklicherweise können mehrere Vampire zusammenarbeiten, um ein Ereignis zu meistern - allerdings können sich bestimmte Spieler auch dazu entschließen das Ereignis zu verstärken. Nach der Ressourcephase kommt die Bewegungsphase, in der jeder Spieler seinen Vampir auf ein beliebiges Feld des Spielplans stellen darf. Es folgt die Herausforderungsphase, in der die gerade erklärten Ereignisse angegangen werden dürfen. Jeder Spieler darf aber nur eine Herausfoderung ausführen und muss sich entscheiden, ob er damit auf ein Ereignis zielt oder lieber einen anderen Spieler zum Opfer macht. Denn einen anderen Spieler anzugreifen kann ebenfalls wichtige Vorteile bringen - vom Diebstahl seiner Karten über Prestige bis zum tödlichen Angriff. Bei diesem Stichwort erkläre ich mal kurz die Starre: sollte ein Vampir kein Vita mehr haben, so verfällt er in einen unangenehmen Schlaf und muss bis zur nächsten Ressourcenphase aussetzen. Er dann darf er wieder ins Spiel - mit nur einem Vitapunkt. Dies führt dazu, dass der Vampir die nächsten Ressourcenphasen besser jagen sollte, um nicht sofort wieder in Starre zu gelangen. Nun folgt die Einflussphase, in der jeder Spieler eine bestimmte Anzahl an Einflussmarkern verwenden darf, um sich die Hoheit über die Gebiete der Stadt zu sichern. Für jeden Marker, den er in ein Gebiet legt, erhält er einen Würfel. Allerdings zählen eventuelle eigene oder fremde bereits liegende Marker ebenfalls und auch Boni von umliegenden Gebieten spielen eine Rolle. Im Endeffekt läuft es auf einen vergleichenden Würfelwurd zwischen dem Spieler und seinen Unterstützern und der Gegenseite hinaus. Beispiel: In einem Gebiet liegt bereits ein Marker der Gangrel und zwei der Nosferatu. Damit hat der Nosferatu die Hoheit. Er hat ausßerdem als einziger in den zu diesem Einflussbereich gehörenden Gebieten weitere fünf Marker liegen. Nun ist der Daeva an der Reihe und legt in das Gebiet drei seiner Marker um die Hoheit an sich zu reißen. Der Gangrel entschließt sich den Daeva zu unterstützen. Nun darf der Spieler des Daeva mit vier Würfeln würfeln (3 wegen seiner drei Marker in dem Gebiet und 1 wegen des Markers des Gangrel) und muss damit höher kommen als der Spieler des Nosferatu mit seinen drei Würfel plus einem Bonus von 5 (drei Marker in dem Gebiet und fünf Marker in angrenzenden Gebieten). Schafft er dies, so darf er seine Marker legen, schafft er es nicht, so sind die Marker verloren. Wie man sieht verbleiben einmal in einem Gebiet liegende Einflussmarker in dem Gebiet und können von Spielern nicht entfernt werden (außer vielleicht durch spezielle Karten). Das führt dazu, dass im späteren Spielverlauf ein heißer Kampf um die Gebiete ausbricht. Zum Abschluss kommt die Aufräumphase, in der jeder Spieler die Summe aus seinen Prestigemarkern und dem Prestige aus seinen Gebieten zusammenzählt. Außerdem muss jeder Vampir nun ein Vita ausgeben, um die nächste Runde zu erleben - wer das nicht kann verfällt in Starre. Auch wenn in dieser Rezension nicht alle Feinheiten des Regelsystems erklärt wurden, so wird hoffentlich deutlich, dass "Prince of the City" ein sehr diplomatisches Spiel ist, bei dem es hauptsächlich um kurzfristige Allianzen und die plötzliche Auflösung dieser geht. Eine Portion Taktik ist ebenfalls erforderlich wenn es um die richtige Position des eigenen Vampirs auf dem Plan geht, um einen Bonus für die Einflussphase zu erhalten und sich gegen feindliche Herausforderungen in Sicherheit zu bringen. Und natürlich kann einem die Glückkomponente des Spiels immer noch einen Strich durch die Rechnung machen. Nicht so sehr gefallen haben uns neben der eingangs erwähnten Anleitung einige Macken in den Spielkomponenten. So sind die Zahlen auf den Prestigemarkern wirklich schwer zu lesen, ebenso wie Zahlen auf dem Spielplan. Obwohl genügend Platz auf dem Spielplan gewesen wäre, fehlt eine Leiste, um die Anzahl der verbleibenden Spielrunden anzuzeigen (man verwendet die Punkteleiste rückwärts dafür).

Wertung

Bewertung:  4 von 6 Punkten

Wer Diplomatie und Taktik gerne mag und nichts dagegen hat, dass eine Prise Glück mit im Spiel ist bekommt mit "Prince of the City" einen guten Vertreter seiner Art, der es einem nicht ganz einfach macht, ihn zu mögen. Und um noch einen schlechten Wortwitz zu bringen: das ist schade, denn das Spiel ist alles andere als "blutleer".


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