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Der Spielespiegel – Brettspiele und Kartenspiele –
Ornament

Schatten über Camelot

Rezension von Tommy

Ornament
Verlag:  Days of Wonder   •   Art:  Brettspiel   •   Spieldauer:  60 Minuten
Alter:  ab 12 Jahren   •   Jahrgang:  2005   •   Sprache:  Deutsch
Rezension © Der Spielespiegel

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Vorstellung

Hinter dieser Umsetzung der Geschichte um die Ritter der Tafelrunde steckt etwas, das ich eigentlich gar nicht mag: ein Brettspiel, in dem die Spieler gegen das Spiel spielen. Das Spiel "Der Herr der Ringe" von Kosmos ist ebenfalls so ein Vetreter und hier wie dort müssen die Spieler durch das geschickte Ablegen von Spielkarten versuchen die Mechanismen des Spiel zu bezwingen um gemeinsam als Sieger hervorzugehen. Um es kurz zu machen: die Reise zum Schicksalsberg im Herr der Ringe Spiel war gar nicht mein Fall. Entsprechend entmutigt habe ich reagiert, als ich nach dem Kauf von "Schatten über Camelot" die Spielregeln gelesen habe. Weil das Spiel aber einige Fehler vermeidet und geschickt andere Elemente einbringt bin ich nach nun mehr vier Testspielen treuer Ritter an der Tafelrunde. Bis zu sieben Tafelritter ziehen aus, verschiedene Questen erfolgreich zu bestehen. Doch das Böse droht an allen Ecken ins Land zu schwappen und so ist Tatendrang und Mut, vor allem aber gemeinsames Vorgehen gefragt. Das Spiel besteht aus insgesamt vier Spielplänen, wobei drei eher klein ausgefallen sind, aber im Laufe des Spiels auf die Rückseite gedreht werden können. Auf den Plänen sind die Questen sehr detailiert und liebevoll gezeichnet abgebildet: Im Zentrum steht das Schloss von Camelot mit der Tafelrunde, davor ein Belagerungsfeld, auf dem im Spielverlauf Katapulte gestellt werden (was schlecht für die Spieler ist). Links und rechts vom Schloss fallen die Pikten bzw. Sachsen ein und jenseits des Schlosses findet das Tunier gegen den Schwarzen Ritter statt. Auf den kleineren Spielplänen wird die Gralssuche abgehandelt, das Entreißen Exkaliburs aus dem Stein und der ultimative Kampf gegen den Schwarzen Ritter. Jede Queste hat ihre eigenen Spielregeln, aber es geht immer darum, helle Karten aus der Hand abzulegen. In einigen Questen muss man dabei Zwillinge oder Drillinge aus Kampfkarten (diese haben einen Zahlenwert von 1 bis 5) ablegen, in anderen eine kleine Straße ablegen. Dazu steht dem Spieler jede Runde eine gute Handlung zur Verfügung, mit der er sich entweder von einer Queste zur nächsten bewegen, eine Sonderkarte ausspielen oder eben eine Karte für eine Queste ausspielen kann. Langsam sammeln sich so die Questkarten an den Questen und irgendwann liegen ausreichend Karten da, um die Queste für die Spieler zu gewinnen. Entsprechend gibt es als Belohnung weiße Schwerter, die auf die Tafelrunde gelegt werden, neue helle Karten und ab und zu auch ein Artefakt wie den Heiligen Gral. Problematisch wird es erst durch eine Spielmechanik, die die Spieler dazu zwingt, jede Runde auch eine böse Handlung auszuführen. Wahlweise muss man ein Katapult vor Camelot abstellen oder eine dunkle Karte aufdecken und die Anweisung darauf ausführen. Ganz tapfere und selbstlose Ritter dürfen auch einen Lebenspunkt statt der bösen Handlung opfern, allerdings hat man davon nur vier Stück und sollte diese alle verloren werden, so ist das Spiel für den nun toten Ritter beendet. Die dunklen Karten arbeiten gegen die hellen Karten der Spieler - entfernen diese oder erhöhen die Zielvorgabe der jeweiligen Queste. Bislang ist das alles eher theoretisch, deshalb versuche ich die Sache mit einem Beispiel einer Queste etwas klarer zu machen. Die Queste "Tunier mit dem Schwarzen Ritter" zeigt ein schön gezeichnetes Rittertunier von oben. Auf dieser Illustration befindet sich zum einen ein Platz zum Ablegen von vier dunklen Karten, zum anderen zweimal zwei Felder zum Ablegen von hellen Karten. Die Queste kann nur von einem Ritter alleine angegangen werden, deshalb befindet sich noch ein Abstellplatz für eine Spielerfigur auf dem Plan. In Kästchen ist die Belohnung für ein erfolgreiches Bestehen der Queste und die Bestrafung für eine Niederlage angegeben, zum Beispiel hier als Belohnung "1 Lebenspunkt, 3 helle Karten und ein weißes Schwert" und als Niederlage "verliere einen Lebenspunkt und ein schwarzes Schwert". Aufgabe des Spielers ist es nun zwei Kartenpärchen abzulegen, wobei er jede Runde nur eine Karte ablegen kann. Durch böse Handlungen kommen aber auch schwarze Karten auf die Queste, deren gesammelten Punktewert der Spieler mit seinen Karten übertreffen muss, um am Ende die Queste zu gewinnen. Die Queste endet, sobald entweder vier helle Karten oder vier dunkle Karten liegen und sofort werden die Summen der beiden Seiten gebildet. Die erwähnten weißen und schwarzen Schwerter sind der Schlüssel zum Sieg (oder zur Niederlage) im Spiel, denn es gilt mehr weiße als schwarze zu sammeln. Platz auf der Tafelrunde gibt es für zwölf Schwerter, also müssen mindestens sieben davon am Ende des Spiels weiß sein. Sollte es aber dazu kommen, dass 6 schwarze Schwerter auf der Tafelrunde liegen, so ist das Spiel für alle Spieler verloren. Nun, eigentlich nicht zwangsläufig für alle Spieler verloren. Denn als kleine Gemeinheit kann es sein, dass einer der Spieler ein Verräter ist. Das wird vor dem Spiel bestimmt (durch acht Karten, von denen jeder Spieler eine geheim zieht - eine davon ist die Verräterkarte) und der Verräter hat die Aufgabe möglichst unentdeckt zu bleiben und dennoch den Sieg der anderen Spieler zu verhindern. Denn er hat umgedrehte Siegbedingungen: er gewinnt wenn mehr als die Hälfte der Schwerter auf der Tafelrunde schwarz sind. Durch mehrere Einflüsse sind die Spieler bei "Schatten über Camelot" eigentlich im Nachteil. Zum einen geht ihnen die Reisezeit von einer Queste zur nächsten als Spielzug ab, eine böse Handlung gibt es aber trotzdem. Dadurch kann man eigentlich kaum mal schnell die Queste wechseln, sondern muss längerfristig planen. Zum anderen gibt es viele Questen und einige können nur mehrere Spieler gemeinsam gewinnen, was aber zu einem Mangel an Rittern in anderen Questen führt. Und schließlich gibt es noch den Verräter, der wenn er geschickt gespielt wird, enormen Schaden anrichten kann. Zu allem Überfluss kann es geschehen, dass weiße Schwerter, die bereits sicher geglaubt auf der Tafelrunde liegen, durch schwarze Schwerter ausgetauscht werden müssen (zum Beispiel wenn man fälschlicherweise einen guten Ritter als Verräter verdächtigt oder durch bestimmte dunkle Karten). Andersherum (also schwarze Schwerter in weiße tauschen) passiert aber nie etwas. Nur durch geschicktes und gemeinsames Arbeiten an den Questen lässt sich das Spiel besiegen. Die Aufmachung ist wie vom jungen Verlag "Days of Wonder" gewohnt ausgezeichnet und die Ausstattung extrem umfangreich. Vier wunderschön illustrierte Spielpläne, sieben unterschiedliche detailierte Plastikfiguren für die Tafelritter, Plastikfiguren für die Sachsen und Pikten, für den Gral, Exkalibur und die Rüstung Lanzelots, haufenweise Spielkarten, Würfel, Plastikkatapulte, zwei Spielanleitungshefte (eines mit den Regeln, eines mit Erklärungen zu den Questen, beide aber sehr gut geschrieben und illustriert) und schließlich Pappschwerter finden sich in der Packung (im zur Zeit sehr beliebten quadratischen Format wie bei den Siedlern von Catan). Das schlägt sich auf den Preis nieder, der je nach Geschäft zwischen 35,- und 50,- Euro beträgt.

Wertung

Bewertung:  5 von 6 Punkten
Auszeichungen:  Besonders gelungenes Spiel, Hoher Langzeitspielspa?

Das Spiel gibt sich alle Mühe, die Spieler in Schach zu halten und sie gegeneinander auszuspielen. Dadurch ist es sehr knifflig, als guter Ritter siegreich eine Partie (die etwa eine Stunde dauert) zu beenden. Dennoch ist man sich am Ende immer bewußt, welche Handlungen für die schwarzen Schwerter verantwortlich waren und was man hätte besser machen können. Die Glückskomponente ist durchaus vorhanden, sorgt aber eher für abwechselungsreiche Partien und entscheidet weniger über Sieg oder Niederlage. Das Spiel ist wesentlich komplexer als sich hier beschreiben lässt und viele Details wurden gar nicht erwähnt (zum Beispiel die Sonderfähigkeiten der Ritter), spielt sich aber nicht so. Man kann es auch mit Gelegenheitsspielern spielen und sogar mehrmals an einem Abend hintereinander. "Schatten über Camelot" ist definitiv eine Kaufempfehlung und landet bei uns immer wieder auf dem Spieltisch!


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