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Der Spielespiegel – Brettspiele und Kartenspiele –
Ornament

1. Edition

Runebound

Rezension von Tommy

Ornament
Verlag:  Fantasy Flight Games   •   Art:  Brettspiel   •   Spieldauer:  90 Minuten
Alter:  ab 12 Jahren   •   Jahrgang:  2003   •   Sprache:  Englisch
Rezension © Der Spielespiegel

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Vorstellung

Fantasy Flight Games sind vor allem in den USA für zahlreiche und wirklich gute Brettspiele bekannt. Immer wieder beweist die Firma, die neben Brettspielen auch Kartenspiele und d20 Produkte auf den Markt bringt und einige der ganz großen Namen unter Lizenz hat (Cthulhu, Game of Thrones), dass sie durchaus fähig ist, spannende und abendfüllende Brettspiele zu kreieren. Runebound ist ein weiteres Brettspiel von FFG und geht deutlich in Richtung Fantasy. Der erste Eindruck ist beeindruckend, denn nach dem Öffnen der großen rechteckigen Box entdeckt man zu allererst eine ganze Menge an Spielmaterialien im Inneren. Die Box beinhaltet mehr als 200 Spielkarten in verschiedenen Kategorien (Adventure Cards, Hero Cards, Market Cards), sowie nochmals über 200 Spielsteine (Counters), ebenfalls für verschiedene Bereiche des Spiels gedacht. Hinzukommen spezielle Würfel, sowie das Spielfeld und die englische Anleitung. Wie gesagt, der erste Eindruck ist schon sehr gut und die Qualität des Interieurs ist ebenfalls exzellent. Im Runebound Basisspiel ist ein großes Abenteuer enthalten, bei dem es darum geht, mit einem Helden die Welt von den Mächten des Bösen zu befreien. Der böse Nekromant Vorakesh versucht nämlich, die uralten Drachenrunen zu finden, um damit den längst verstorbenen Margath, seines Zeichens Highlord der bösen Drachen, wiederzuerwecken. Natürlich kann man als edler Recke, so was nicht durchgehen lassen und so gehen die Helden gegen dieses Bestreben vor. Das Ganze ist aber natürlich nicht so einfach, denn zu Beginn sind die Helden schwach und müssen erst einmal Abenteuer bestehen, um mächtiger zu werden. Dazu sind auf dem ganzen Spielbrett so genannte Adventure Counters platziert, die es in verschiedenen Stärken gibt, was anhand der Farbe der Counter erkennbar ist. Außerdem gibt es noch verschiedene Städte, die auf der Weltkarte platziert sind und die durchaus wichtig für die Helden sind. Das ganze Spielprinzip erinnert ein wenig an das PC-Spiel „Heroes of Might and Magic“ ist aber natürlich nicht so umfangreich. Kommen wir zum Spiel an sich. Man muss sich eine gute halbe Stunde Zeit nehmen, um die Anleitung zu studieren. Dabei sind die Regeln des Spiels an sich recht leicht zugänglich und man hat sie schnell verinnerlicht. Anschließend ist das Spiel schnell aufgebaut und nachdem jeder Spieler seinen Helden gezogen hat, geht es auch schon los. Spielbeginn ist die Stadt Tamalir, die sich in einer Ecke des Spielfeldes befindet, welches von einem Hexfeld-Raster überzogen ist. Jeder Spieler kann während seiner Runde einige Dinge tun. In der Regel bewegt er sich zuerst ein paar Felder über das Spielfeld. Wie er das tut und wo er lang gehen kann, hängt von dem Wurf mit den Spezialwürfeln ab, welchen er zuvor werfen muss. Die Würfel sagen ihm, welches Terrain er wie oft durchqueren kann. Endet sein Zug in einem Feld in dem ein Abenteuer Counter liegt, so zieht er eine Abenteuerkarte, die entweder eine Herausforderung (Challenge), ein Ereignis (Event) oder eine Begegnung (Encounter) beinhalten kann. Ein Event ist ein Ereignis, welches unter Umständen bestimmte Spielregeln zeitweise verändert und einen neuen Spielstatus erschaffen kann. Encounter sind zumeist hilfreiche Karten, die man auch später noch einsetzen kann, während die Challenges Monster darstellen, die an Ort und Stelle lauern und die es zu besiegen gilt, was durch einen Kampf (es wird gewürfelt) geschieht. Wie gut der Held kämpft, hängt von seinen Kampfwerten ab (es gibt Fern-, Nah-, und magische Angriffe, die immer nacheinander ausgespielt werden), wobei alle Bonis zusammengerechnet werden und zu einem W20-Wurf gezählt werden. Vor allem bei den Kampfregeln ist eine starke Anlehnung an das D20 System zu erkennen. Unterstützt wird der Held bei seinem Kampf durch „Allies“, die er zuvor auf den Märkten der Städte anheuern kann. Außerdem geben Waffen, Rüstungen und andere magische Gegenstände bessere Werte und besseren Schutz. Nach einer bestimmten Anzahl an Treffern geht der Gegner (oder man selbst) schließlich zu Boden und die Kreatur gilt als besiegt. Als Belohnung bekommt man eine bestimmte Anzahl an Gold (steht auf der jeweiligen Karte), sowie den Adventure Counter (welcher einen bestimmten Wert hat), der auf dem Feld lag. Hat man mehrere davon, so kann man diese gegen Experience Counter eintauschen, die den Held in seinen Kampffähigkeiten verbessern, was auch zwingend notwendig ist, will man die späteren und schwierigeren Adventure Counters überstehen. Die Abenteuer sind sehr abwechslungsreich gestaltet und es gibt ständig Abwandlungen. Außerdem passieren bestimmte Ereignisse noch vor dem Kampf (before combat). Zum Beispiel muss man in einer Situation einen Fertigkeitswurf (Skill) machen (ebenfalls 1W20 plus Bonis), um den Gegner überhaupt zu finden, ein anderes Mal ist ein anderer Wurf erforderlich, um besonderen Schaden im Vorfeld zu entgehen. Auf jedenfall sind die Adventures sehr vielseitig gestaltet und erzeugen durch ihre stimmig geschriebenen Texte ein hervorragendes Flair. Kommt man auf dem Weg zwischen solchen Abenteuern in eine Stadt, so kann eingekauft werden. Es gibt 84 Marktkarten, die sowohl „Allies“ (Verbündete), als auch allerlei Gegenstände beinhalten. Allerdings können nur jene Gegenstände gekauft werden, die sich auch im Marketstock der jeweiligen Stadt befinden. Natürlich ist es auch möglich, dass sich die Helden gegenseitig bekämpfen, um z.B. an einen Gegenstand oder eine Drachenrune zu kommen, die ein anderer Held hat. Die Drachenrunen sind nämlich ziemlich wichtig für das Spiel, denn wer in dem Hauptabenteuer drei solcher Drachenrunen ergattert, gewinnt das Spiel. Alternativ kann man auch den Obermotz Margath vernichten. Wie dem auch sei, beide Varianten entpuppen sich als recht schwierig und der Held muss schon mächtig und gut ausgestattet sein, um diese Aufgabe zu lösen. Sowohl Drachenrunen als auch Margath befinden sich ausschließlich hinter den roten Adventure Counters, den Schwierigsten. Leider gibt es aber auch in "Runebound" einige Schattenseiten, die wir Euch nicht vorenthalten wollen. So ist es zum Beispiel kaum mehr möglich, die anderen Helden einzuholen wenn man einen schlechten Start hatte. Die einfachen Abenteuer sind dann oft schon abgegrast und man muss sich ohne Erfahrung und Ausrüstung an schwere Aufgaben machen - viele Tode sind da vorprogrammiert. Auch könnte der Spielplan etwas übersichtlicher gestaltet sein und die Wegfindung über die Würfel fällt erst mit einiger Übung leicht.

Wertung

Bewertung:  3 von 6 Punkten

Runebound ist ein nettes Spiel, welches viel Abwechslung bietet und für spannende Spielabende sorgen kann. Durch das Zufallsprinzip ist kein Spiel wie das andere und vor allem ist eine gute Planung der Vorgehensweise essentiell, um das Spiel zu gewinnen. Die optische Aufmachung und die stilvollen Texte und Zeichnungen tun ihr Übriges zur Qualität des Spiels hinzu. Die Regeln an sich sind leicht zugänglich und schnell erlernt. Schon nach wenigen Runden hat man den Dreh raus und kann sich richtig ins Getümmel werfen. Zwar erscheint der Preis recht hoch, doch aufgrund des Umfangs und der Ausstattung des Spiels ist er schon gerechtfertigt. Allerdings muss auch gesagt werden, dass das Spiel einige Fehler in der Spielmechanik aufweist, wie z.B. das hoffnungslose Zurückfallen von früh im Spiel verstorbener Helden. Auch kann das Spiel etwas langatmig werden, was nicht jeder Spielrunde liegt.


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