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Der Spielespiegel – Brettspiele und Kartenspiele –
Ornament

Ursuppe

Rezension von Tommy

Ornament
Verlag:  Doris und Frank   •   Autor:  Doris Matthäus und Frank Nestel   •   Art:  Brettspiel
Spieldauer:  120 Minuten   •   Alter:  ab 12 Jahren   •   Jahrgang:  1997
Sprache:  Deutsch   •   Rezension © Der Spielespiegel

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Vorstellung

Vor Jahrmillionen war das Leben noch einfach. Kleine unscheinbare aber zufriedene Amöben ließen sich friedlich in der wabbernden Ursuppe treiben. Weder kosmische Strahlen, noch Unzufriedenheit, Krieg oder Neid plagten die kleinen Amöben und alles war gut. Doch dann wurde die Evolution erfunden und das Schicksal nahm seinen Lauf. Die kleinen Amöben begannen ihre Erbanlagen mit allerlei nützlichen Genen auszustocken. So entstanden immer schnellere, intelligentere und aggressivere Amöben, die den direkten Weg zu einer höheren Daseinsform antreten. Tja, und in der Ursuppe spielt Ihr einen Amöbenstamm - bestehend aus sieben kleinen Amöben - der seine Weg hinauf auf der Evolutionslieter finden muß. Der Spielplan zeigt die Ursuppe, abgegrenzt in ordentliche große Rechtecke. Hier schwimmen zu Spielbeginn Nährstoffe in Hülle und Fülle. Denn jeder der vier Amöbenstämme hat eine eigene Farbe (rot, gelb, grün, blau). Und in diesen Farben gibt es auch die Nährstoffe. Grundsätzlich fressen nun Amöben Nährstoffe der drei anderen Farben und scheiden Abfallprodukte ihrer eigenen Farbe aus. Wo sich also längere Zeit eine gelbe Amöbe alleine rumtreibt, da wimmelt es plötzlich von gelben Nährstoffen, während blaue, grüne und rote Nährstoffe sehr knapp werden. Doch - Gott sei Dank - wabbert die Ursuppe immer wieder hin und her und bringt unsere Amöben in neue Gebiete. Denn selber fortbewegen können sich die Amöben anfangs nur sehr begrenzt. In welche Richtung die Ursuppe schwappt wird durch das Ziehen einer Karte entschieden. Diese zeigt u.a. die neue Richtung. Alle Amöben bewegen sich jetzt ein Feld in diese Richtung. Stoßen sie dabei gegen den Spielfeldrand, so müssen an Ort und Stelle bleiben. Der einzige Weg anfangs dieser Bewegung zu entgehen ist das „Zappeln“. Dabei setzt die Amöbe Energie in Form eines Biopunktes ein und darf dann würfeln. 1,2,3,4 entsprechen den Himmelsrichtungen, 5 heißt stehen bleiben und 6 ist die Freie Auswahl. Die Biopunkte sind eine Art Spielgeld und erstens äußerst wichtig und zweitens immer knapp. Mit ihnen kann man weitere Amöben kaufen, neue Gene erwerben und Sonderaktionen wie das Zappeln durchführen. Nachdem also zu Beginn jeder Spieler einige Biopunkte, zwei Amäöben und einen Krankheitspunkt bekommen hat und in jedes Spielfeld je zwei Nährstoffe jeder Farbe gelegt wurden kann es los gehen. Die Spieler setzen abwechselnd ihre Amöben auf das Brett, wobei die erste gesetzte leider etwas kränkelt. Dies wird durch eine aufgesetzte Holzperle dargestellt. Normalerweise sterben Amöben wenn sie zwei oder mehr Krankheitsperlen transportieren. Als nächstes wird eine neue Karte gezogen, die für die Runde die Bewegungsrichtung angibt. Außerdem findet man auf diesen Karten den Ozonwert, der die momentane ksomische Strahlung zeigt. Alle Gene, die von den Amöben erworben werden haben auch eine Ziffer. Ist die Summe aller Ziffern der eigenen Gene höher als der Ozonwert, so muß man Gene wieder hergeben. Dann bewegen sich alle Amöben entsprechend der Bewegungsrichtung der Ursuppe und fressen danach. Wie bereits gesagt benötigt erstmal jede Amöbe je einen Nährstoff der drei anderen Farben. Dafür „kakt“ es aber auch zwei Nährstoffe seiner eigenen Farbe wieder aus. Wer nicht genug zu Essen bekommt wird krank und setzt der betroffenen Amöbe eine Krankheitsperle auf. Danach wird eine neue Karte gezogen und der Ozonwert der eigenen Gene mit dem Wert verglichen. Da man am Anfang keine Gene hat passiert jetzt nicht sehr viel. Aber dann! Dann darf man nämlich von seinen Biopunkten neue Gene kaufen. Einige Beispiele: Ein Gen erhöht die Geschwindigkeit der Amöben, so daß diese zweei Felder gehen dürfen. Oder man muß sich nicht mehr von allen drei Farben ernähren. Oder man darf wenn man hungern müßte statt dessen eine andere Amöbe fressen. Oder man bekommt einn Schutzmechanismus gegen aggressive Amöben. Oder man muß weniger Biopunkte für neue Amöben zahlen, etc. Je mächtiger ein Gen, desto höher die Empfindlichkeit gegen die Ozonbelastung. In der Praxis kann man etwa 2 bis 4 Gene einigermaßen sicher halten. Schließlich bekommt jeder Spieler 10 neue Biopunkte und darf sich dann neue Amöben kaufen (eine neue kostet 6 Biopunkte). Überschüssige Biopunkte werden in der nächsten Runde für Gene und besondere Aktionen verwendet oder können aufgespart werden. Amöben mit zwei oder mehr Krankheitspunkten sterben noch schnell und lösen sich in neue Nährstoffe auf (zwei jeder Farbe). Damit ist eine Runde in der Ursuppe nahezu beendet. Was noch fehlt ist die Abrechnung. Je nach Anzahl der Amöben auf dem Plan und Anzahl der Gene des Spielers bekommt man Punkte, die man dann auf der Evolutionsleiter hochklettern darf. Besonders gemein: Amöben werden übersprungen. Wenn also genau vor mir eine andere Amöbe steht und ich zwei Felder vor darf, dann ignoriere ich die fremde Amöbe und gehe dann zwei Felder. Wer zuerst das Ende der Leiter erreicht (einfach dargestellt) oder am weitesten ist wenn die Karten ausgehen hat gewonnen.

Wertung

Bewertung:  5 von 6 Punkten

Das Spiel ist sehr schwer zu erklären und sehr einfach zu spielen. Es überzeugt durch viele kleine Details, die hier gar nicht erwähnt wurden (z.B. die absolut hinreißenden Amöbenbilder). Bei vier Spielern sind die Spiele fast immer ausgeglichen und jeder hat bis zum Schluß noch den Hauch einer Chance zu gewinnen. Die Spieldauer aber ist mit ziemlich genau zwei Stunden nahezu immer gleich. Wir haben die Ursuppe am Stand von Doris und Frank auf der Spiel 98 in Essen gesehen und dort probegespielt. Das wir es gleich dort am Stand gekauft haben (inklusive der Erweiterung) sollte eigentlich für sich sprechen. Für mich jedenfalls ist die Ursuppe ein ausgesprochen gelungenes Spiel!


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