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Der Spielespiegel – Brettspiele und Kartenspiele –
Ornament

Mall of Horror

Rezension von Tommy

Ornament
Verlag:  Asmodee   •   Art:  Brettspiel   •   Spieldauer:  60 Minuten
Alter:  ab 12 Jahren   •   Jahrgang:  2006   •   Sprache:  Deutsch
Rezension © Der Spielespiegel

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Vorstellung

Zombies erleben gerade ein Revival - entschuldigt den schlechten Wortwitz, aber nach diversen Filmen wie "Dawn of the Dead" oder dem Klamauk "Shaun of the Dead" und Brettspielen wie "Zombies!!!" (wohlgemerkt Teil 1 bis 5) erfreuen sich unsere untoten Mitmenschen großer Beliebtheit. "Mall of Horror" widmet sich nun ebenfalls diesem Thema, doch erscheint es auf den ersten Blick erschreckender als seine Kollegen. Wie oft ist es schon gründlich daneben gegangen, wenn Spieledesigner einem an sich abstrakten Spiel ein Thema aufdrücken wollen, unabhängig davon ob es nun passend ist oder nicht - nur weil dieses Thema gerade ein Hype ist? "Mall of Horror" begibt sich auch in diese Gefahr, denn es ist hinter seiner Zombie-Verkleidung ein einfaches Abstimmungsspiel. Jeder Spieler übernimmt die Kontrolle über 3 Charaktere, einem Typen mit Knarre (Wert 3), einem Muskelberg (Wert 5) und einer hinreißenden Schönheit (Wert 7). Ziel des Spieles ist es möglichst viele seiner Charaktere oder zumindest einen möglichst hohen Punktwert bis zum Spielende zu retten. Die Charaktere sind nämlich in der unglücklichen Lage in einem Einkaufszentrum eingesperrt zu sein, welches aus sechs Gebieten besteht: dem Parkdeck, den öffentlichen Toiletten, der Sicherheitszentrale und drei verschiedenen Geschäften. Zombiehorden stürmen den Konsumpalast und versuchen Futter zu finden. Die Charaktere hetzen von Gebiet zu Gebiet um möglichst den gierigen Untoten zu entkommen. Zu Spielbeginn würfelt jeder Spieler für jeden seiner Charaktere zwei Würfel und setzt den Charakter auf eines der beiden durch die Würfel angezeigten Felder. Anschließend würfelt der älteste Spieler vier Würfel und setzt auf diese vier Gebiete jeweils einen Zombie. Nachdem der Stapel mit den Aktionskarten gemischt wurde kann das Spiel beginnen. Rundenweise werden verschiedene Phasen durchgeführt, es fängt an mit dem Plündern der Autos auf dem Parkdeck. Jeder Spieler, der einen Charakter auf dem Parkdeck stehen hat, darf auf einer Drehscheibe einen ebenfalls auf dem Parkdeck vertretenen Spieler (auch sich selbst!) verdeckt einstellen. Alle Spieler drehen ihre Entscheidung gleichzeitig um und der Spieler mit den meisten Stimmen darf drei Karten vom Aktionskartenstapel ziehen. Eine der Karten behält er, eine andere gibt er an einen beliebigen Spieler weiter und die dritte kommt wieder unter den Stapel. Sollte es bei der Abstimmung zu einem Unentschieden kommen, so wird noch eine zweite Wahlrunde durchgeführt. Bringt auch diese kein Ergebnis, so finden die Spieler in dieser Runde nichts nützliches in den Autos. Bei der Gelegenheit könnte ich kurz erwähnen, was es so zu finden gibt. Wie es sich für ein Zombiespiel gehört gibt es natürlich verschiedene Waffen, die je nach Stärke einen oder zwei Zombies von einem Gebiet wegfetzen können. Aber es gibt auch Karten, mit denen man sich vor Zombies verstecken kann, mit denen man ein Gebiet so verstärken kann dass Zombies schwerer eindringen können oder mit dem man dem Sicherheitschef (siehe unten) über die Schulter schauen kann. Jede Aktionskarte kann nur einmal eingesetzt werden und sie wird anschließend aus dem Spiel genommen. In der folgenden Phase wird der neue Sicherheitschef gewählt, was analog zu der Abstimmung im Parkdeck abläuft, nur dass dieses Mal jene Charaktere mitstimmen dürfen, die sich in der Sicherheitszentrale aufhalten. Der Sicherheitschef erfüllt im Spiel eine wichtige Aufgabe und bekommt dafür auch eine mächtige Belohnung, doch dazu gleich mehr. Der Sicherheitschef würfelt nun verdeckt unter einem dem Spiel beiliegenden Würfelbecher vier Würfel und bestimmt somit, wo in dieser Runde neue Zombies auftauchen werden. Nur er oder Spieler mit einer entsprechenden Aktionskarte dürfen die Würfel ansehen. Anschließend bestimmt der Sicherheitschef ebenfalls auf der Drehscheibe wohin einer seiner Charaktere gehen soll, denn jede Runde muss sich ein Charakter jedes Spielers bewegen. Man bestimmt auf der Drehscheibe aber nur wohin und nicht wer gehen muss. Nachdem der Sicherheitschef seine Entscheidung allen bekannt gemacht hat, stellen die restlichen Spieler ihre Bewegung heimlich ein. Nun werden die Würfel aufgedeckt und die Zombies platziert. Zusätzlich wird ein Zombie auf das Gebiet gestellt, auf dem am meisten Charaktere stehen, denn der Geruch frischen Fleisches lockt sie an. Und auf das Gebiet mit den meisten Cheerleader-Schönheiten wird ebenfalss ein Zombie gestellt, denn deren Geschrei wirkt ebenfalls sehr verlockend. Nun kommt es zu der Phase, in der die Spieler einen Charakter tatsächlich auf das Gebiet bewegen müssen, das sie zuvor auf der Drehscheibe eingestellt hatten. Dabei gilt es aber zu beachten, dass jedes Gebiet (außer das Parkdeck, doch dazu gleich mehr) nur eine bestimmte Anzahl an Charakteren aufnehmen kann (drei in der Sicherheitszentrale bis maximal sechs im Supermarkt). Ist ein Gebiet bereits voll besetzt, so müssen weitere Charaktere ins Parkdeck ausweichen. Und in jedem Gebiet müssen mehr Charaktere stehen als Zombies, sonst können diese das Gebiet stürmen und einen Charakter auffressen. Glücklicherweise zählen die Charaktere mit dem Wert 5 doppelt. Sollte es dennoch nicht reichen, so stimmen die Spieler in diesem Gebiet darüber ab, wer gefressen wird. Dieser Charakter wird aus dem Spiel genommen und ebenso werden alle Zombies an diesem Gebiet vom Spielfeld genommen. Das Parkdeck aber ist eine Ausnahme, denn hier frisst jeder Zombie einen Charakter. Solange ein Zombie auf dem Parkdeck steht stimmen die Spieler ab, wer gefressen wird, und nehmen dann den Charakter und einen Zombie vom Spielfeld. Schließlich ist die Runde zu Ende und die Spieler starten neu mit dem Durchsuchen des Parkdecks. Das Spiel endet sobald nur noch vier Charaktere im Spiel sind oder alle Charakter sich in einem Gebiet befinden (aber nicht das Parkdeck). Der Spieler mit den höchsten im Spiel verbliebenen Charakterwerten gewinnt das Spiel, das bis hierhin etwa eine Stunde gedauert hat. Für das Spiel mit nur drei Spielern liegt ein zusätzlicher Charakter (das Kind mit Wert 1) bei, während beim Spiel mit sechs Spielern das Spiel endet, sobald nur noch sechs Charaktere leben. Das Spiel ist grandios aufgemacht, angefangen von den phantastischen Zeichnungen bis hin zu den detailierten Zombiefiguren. Dass die Spielcharaktere keine Plastikfiguren sondern runde Holzmarker mit Aufklebern sind stört nicht, sorgt sogar für bessere Übersicht. Nur auf den Aktionskarten, so stylisch sie auch sind, hätte es nicht geschadet, wenn man einen kurzen Text aufgedruckt hätte. Anfänger haben so zunächst Schwierigkeiten zu behalten, was welche Karte macht. Auch die Anleitung ist gut gemacht und die Regeln sind ohnehin nicht sehr komplex. Kommen wir zu der Eingangs geäußerten Befürchtung zurück, das Thema des Spiels könnte sehr aufgezwungen wirken. Das ist definitiv überhaupt nicht der Fall - im Gegenteil wirkt das Abstimmen gerade durch das Horror-Thema stimmungsvoll. Die Klischees aus diversen Zombiefilmen wurden perfekt eingefangen, seien es nun die schreienden Cheerleader (die meist zuerst dran glauben müssen, weil sie ja den höchsten Punktwert haben), der überlaufene Supermarkt, die genre-typischen Waffen (Shotgun, Granaten, Kettensäge, etc.) oder die fiesen Abstimmungen, wer gefressen werden soll.

Wertung

Bewertung:  5 von 6 Punkten

"Mall of Horror" hat mir sehr gut gefallen, allerdings sollte man es nur in einer Runde spielen, in der alle Mitspieler nicht eingeschnappt reagieren, wenn sie gewählt werden. Wer schon bei "Mensch ärgere Dich nicht" mit Schmolllippe herumläuft, für den ist so ein harter Zombieüberlebenskampf nichts. Alle anderen haben mit diesem Spiel eine geniale Umsetzung des Themas und eines der besten verfügbaren Abstimmungsspiele. Und für die wunderbaren Illustrationen nimmt man auch den etwas höheren Kaufpreis hin.


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